Über mich

Vor zwei Jahren bin ich statt in die Universität nach Portugal gefahren, in der Hoffnung, mich dort zu verlieren. Ich war richtig originell und fand Selbstfindungsreisen einfach zu mainstream.

Dann kam der Lockdown und anstelle von drei Wochen bin ich am Ende vier Monate dortgeblieben. Seitdem hat sich meine Reisegeschwindigkeit nicht wesentlich erhöht - bis heute habe ich es nicht einmal geschafft, Europa zu verlassen. Dafür hatte ich genug Zeit, an jedem Ort meine Teetrinkgewohnheiten zu verändern.

Mittlerweile weiß ich nicht mehr, was ich antworten soll, wenn jemand mich fragt, wo ich wohne. Manchmal sage ich: Überall. Ich möchte die Geschichte einer Reise erzählen, der es nie um bestimmte Destinationen ging, sondern einfach nur um ein vages "Woanders" - und was dabei verloren und gefunden wurde.